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Liebling, ich hab die Playstation geschrumpft
Mittwoch, den 21. Oktober 2009 um 11:16 Uhr

 

Ist leichter und schlanker bei Sonys neuer PSP Go auch besser? Klein, fein – mein! Nach der Playstation 3 Slim, verpasst Sony nun auch der PSP eine Schrumpfkur.


Kleinerer Bildschirm, kein UMD-Laufwerk, kleiner Akku – im Vergleich zur Ur-PSP aus dem Jahr 2004 ist die PSP Go mit ihren 12,8 x 1,7 x 7 Zentimetern kaum wiederzuerkennen.

Mobiler Handschmeichler

Als die Spielekonsole im Handtaschenformat erstmals auf den Markt kam, waren nicht  nur die Besitzer einer „großen“ Playstation hin und weg. Die Playstation Portable entwickelte sich auch und vor allem unter denen, die für eine echte Konsole dann doch nicht spieleverrückt genug waren, schnell zum Verkaufsschlager. In den Jahren darauf verzückte die PSP mit immer kleineren, dünneren und leichteren Versionen ihrer selbst. Dazu ein großes Display, gute Graphik, einfache Bedienung und schönes Design – ein rundum gelungenes Stück Unterhaltungstechnik. Nach fast 6 Jahren, in der sich an dieser Erfolgsformel auch vom Design her wenig änderte, war es nun aber höchste Zeit für eine Ablösung.

Leichter, schlanker, besser?

Der Nachfolger nennt sich sinnigerweise PSP Go, die Endung soll auf die Mobilität des Geräts hinweisen. Um Platz zu sparen, wurden die Bedientasten unter dem Display versteckt, sie kommen erst zum Vorschein, wenn man das ansprechende Sliderdisplay nach oben schiebt. Auf den ersten Blick irritiert es, dass der Bildschirm von 4,3 auf 3,8 Zoll geschrumpft ist. Doch Sony wird sich dabei bestimmt was gedacht haben. Die bisherige Speicherkarte Memory Stick Pro Duo wurde durch den um einiges platzsparenderen Memory Stick Micro ersetzt. Dank Bluetooth sowie einem WLan-Modul wird die PSP Go selbst für das I-Phone zu einer echten Konkurrenz. Auf den 16 GB großen Flash-Speicher lassen sich etliche Spiele, Filme, Bilder und Musik abspeichern. Mit nur mehr 159 Gramm ist der Handschmeichler ein wahres Fliegengewicht.

Geht es auch ohne Laufwerk?


An einem Punkt, der gleichzeitig die größte Änderung ist, scheiden sich die Geister: Der Verzicht auf ein UMD-Laufwerk für die Spiele ist zwar insofern ein Vorteil, als es beim Vorgängermodell immer ein wenig laut war. Wenn der Ton beim Spielen nicht auf vollster Stufe lief, war die Geräuschentwicklung auf Dauer störend.  Doch wie bekommt man nun die neuesten Spiele auf das Gerät (welches ja immer noch eine „Spielstation“ ist)? In den Laden gehen und mal eben ein Spiel für die kleine Konsole kaufen, ist jetzt nämlich Schluss. Diese lassen sich nur noch online im PlayStation-Store erwerben. Ob das aber bei den Verbrauchern so gut ankommen wird, wie Sony sich das denkt, bleibt zu bezweifeln. Bisher ließen  sich gebrauchte PSP Spiele bei Ebay oder auf dem Flohmarkt verkaufen oder gegen andere eintauschen. Darauf muss man jetzt verzichten. Angeblich soll man per PC-Programm die alten Spiele umwandeln und auf die Go übertragen können – wie das genau funktionieren soll, ist aber noch nicht bekannt. Sony muss sich da was einfallen lassen, damit die Kunden nicht auf den Spielen sitzen bleiben.



Fazit: Trotz des fehlenden Laufwerks bietet die PSP Go zum Preis von 249 Euro alles, was man von einer modernen Taschenkonsole erwartet. Als einzigen Konkurrenten hat sie den DS Eye von Nintendo. Für Spielefreaks, die Wert auf eine  hochwertige Graphik legen, ist die  PSP Go ein absolutes Muss. Für den eher jüngeren Käuferkreis, der sich mehr mit Jump´n´ Run Spielen die Zeit vertreibt, ist dagegen der DS die bessere Wahl

 

 

Bild: Sony

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 21. Oktober 2009 um 12:05 Uhr
 
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