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Turbulenter Wellengang beim SC Delphin
Freitag, den 27. März 2009 um 12:23 Uhr

 

Beim SC Delphin überschlugen sich gestern die Ereignisse: Eckehard Gebauer ist nicht länger Präsident, ab sofort hat Roland Knoll das Zepter in der Hand. Wir befragten den Triathlonnationaltrainer zu seiner neuen Aufgabe.

Herr Knoll, Kann jetzt, nachdem sich der hohe Wellengang beruhigt hat, wieder vernünftig gearbeitet werden?

Insgesamt gesehen, kann ich die ganze Aufgabe nur stemmen, wenn ich die Unterstützung der anderen Vorstandsmitglieder habe. Im Moment sind noch zwei Posten unbesetzt, da diese durch den Vereinsausschuss zu besetzten sind. Ich hoffe, wenn das erledigt ist, können wir mit voller Kraft loslegen! Auch Steffen Pietsch, und die anderen Trainer, freuen sich dass jetzt wieder der Sport im Vordergrund steht!

Nach den Turbulenzen im Vorstan haben Sie Eckehard Gebauer als Präsident des SC Delphin abgelöst. Haben Sie als Deutscher Triathlonnationaltrainer überhaupt die Zeit dafür?

Eigentlich habe ich wirklich sehr wenig Zeit. Aber mich hat die Situation, die ganzen Turbulenzen der letzten Zeit, gewaltig gestört. Der Verein liegt mir nun mal am Herzen, ich bin seit 33 Jahren Mitglied, habe dort große Teile meiner Kindheit/Jugend verbracht. Ich verdanke dem Verein unglaublich viel, deshalb habe ich gesagt, „Ok, bevor es ewig mit dem Theater so weitergeht, und dies die Arbeit behindert, dann mache ich es halt. Im Sinne der Jugendlichen. Denn zwei Drittel der Mitglieder sind unter 16 Jahren – das haben die wenigsten Vereine mit 1700 Mitgliedern, da sollen keine persönlichen Animositäten den sportlichen Ablauf stören.

Was wird sich unter Ihrer Regentschaft ändern? Wird ab sofort Triathlon stärker gefördert?

Nein, beim SC Delphin ändert sich erst mal gar nichts. Ich bin eines der wenigen Vereinsmitglieder, das alle drei angebotenen Sportarten, Schwimmen, Wasserball und Triathlon, selbst aktiv betrieben hat und teilweise noch betreibt. Sicherlich wird Schwimmen auch zukünftig das Hautpaugenmerk des Vereins sein. Die anderen beiden Sportarten gründen ja darauf, dass man ordentlich schwimmen kann! Unabhängig von meiener jetzigen Position beim SC Delphin hatte ich schon länger vor, auch beim Wasserball und beim Triathlon jugendliche frühzeitig die Jugendlichen an den Sport heranzuführen.

Wo gibt es Ihrer Meinung nach Verbesserungspotential?

Wenn wir uns das eben erwähnte Stichwort Jugendarbeit anschauen: Diese hängt natürlich stark davon ab, wieviel Wasserfläche der Verein zur Verfügung hat!Das Angebot wird von Jahr zu Jahr weniger, da viele Schulen ihre Bäder schließen. Und die bestehenden Bäder – das Hallenbad Mitte – sind ja eher Schmutzflecken als Glanzstücke – überzogen formuliert. Auch das Hallenbad an der Ochsenschlacht ist seit Monaten eine Baustelle. Wir sind aber abhängig von den Wasserflächen, ohne Wasserflächen kein Wassersport. Jeder normale Verein, Fußballverein, hat da bessere Bedingungen. Außerdem ist der Platzbedarf beim Schwimmen recht groß, da nun mal nur eine begrenzte Anzahl an Leuten pro Fläche „unterkommt“. Das Wonnemar, auf das bei früheren Verhandlunge immer als Allheilslösung angeführt wurde, ist für uns vollkommen ungeeignet, außerdem können wir die geforderten Tarife nicht zahlen.

Deshalb ist es einfach langsam an der Zeit, dass wir ein richtiges Schwimmbad in Ingolstadt bekommen! Eines, das auf unsere Bedürfnisse als Sportler ausgerichtet ist. Ich hoffe, dass sich hier bald eine finanzielle Lösung finden wird, und vielleicht auch ich bzw. meine Bekanntheit einen kleinen Teil dazu beitragen kann.

Kann jetzt, nachdem sich der hohe Wellengang beruhigt hat, wieder vernünftig gearbeitet werden?

Insgesamt gesehen, kann ich die ganze Aufgabe nur stemmen, wenn ich die Unterstützung der anderen Vorstandsmitglieder habe. Im Moment sind noch zwei Posten unbesetzt, da diese durch den Vereinsausschuss zu besetzten sind. Ich hoffe, wenn das erledigt ist, können wir mit voller Kraft loslegen!Auch Steffen Pietsch, und die anderen Trainer, freuen sich dass jetzt wieder der Sport im Vordergrund steht!

Was sagen Sie zu dem Vorhaben, einen eigenen Ingolstädter Triathlon zum Laufen zu bringen?

Das ist natürlich ein löbliches Unterfangen. ich habe selbst leider nicht die Zeit mich in dieses Projekt miteinzubringen, aber prinzipiell untersützte ich ein solches Vorhaben.

Ihre Einschätzung zu Christopher Weiss, der Eichstätter Triathlonhoffnung?

Den Christopher kenne ich schon sehr lange, habe ihm sogar eine Zeitlang die Trainingspläne geschrieben. Er hat seine Stärken eindeutig im Schwimmen, auch im Radfahren ist er ganz gut dabei – lediglich beim Laufen fehlts noch ein bisschen. Die Grundschnelligkeit ist vorhanden, doch seine Kondition ist noch ausbaufähig. Er ist ein vielversprechendes Talent!




Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 27. März 2009 um 12:39 Uhr
 
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