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Alexander Straub und Björn Otto erreichen WM-Norm
Donnerstag, den 18. Juni 2009 um 09:53 Uhr

 

 

Spätestens seit der Hallen-EM 2009 in Turin sind die deutschen Stabhochsprungdamen mit Silke Spiegelburg als Frontfrau aus dem Schatten der erfolgreichen Männer getreten. Zu Beginn des Meet-IN wurde den etwa 500 Zuschauern im MTV-Stadion ein hochkarätiger Frauenbewerb präsentiert.

Dabei hatte sich vor allem Kristina Gadschiew einiges vorgenommen. Die Zweibrückenerin wollte den Stadionrekord von Stacy Dragila einstellen. Die Amerikanerin hatte noch zu Zeiten der internationalen MTV-Meetings die Marke von 4,51 m gesetzt. Gadschiew ließ 4,52 m auflegen, scheiterte aber drei Mal an dieser Höhe. Allerdings hatte sie die WM-Norm von 4,55 m schon einmal erreicht, was aber noch lange nicht das WM Tickt bedeutet, da Bundestrainer Andrei Tivontchik bereits jetzt drei Kandidaten im Kader hat.

 

Anders sah das Jörn Elberding vor Beginn des Wettkampfes in Ingolstadt. Lediglich Malte Mohr hatte vor dem Meeting in Ingolstadt die Norm von 5,70 m bereits erfüllt. Die Sorgenfalten des Trainers glätteten sich aber am späten Abend, als nur noch Straub, Otto und Lobinger im Wettbewerb waren und sich an den 5,70 m versuchten. Während Lobinger scheiterte, packten Staub und Otto die Norm bereits im zweiten Versuch. Da Straub die geringere Anzahl an Fehlversuchen während des gesamten Wettbewerbes hatte, konnte er letztlich den Scheck über 1000 Euro Siegprämie in Empfang nehmen. "Das ist für mich ein Meilenstein auf dem Weg zur WM in Berlin", meinte der Filstaler, der bereits im vergangenen Jahr in Ingolstadt gewonnen hatte: "Ich kann jetzt ganz locker an alles ran gehen. Die Weichen für eine erfolgreiche Saison sind gestellt."

 

Eine Überraschung war, dass Otto die Norm erfüllte. Der Uerdinger absolvierte nach einer Knieverletzung seinen ersten Wettkampf in der Freiluftsaison. Nicht sonderlich zufrieden war dagegen Christian Blum. Der schnellste Deutsche der Hallensaison 2008/09 hatte nach drei Erkrankungen erst vor einer Woche sein Comeback in Regensburg gegeben und siegte im 100-Meter-Finale mit 10:49 Sekunden. "Für einen Testwettkampf war es schon okay", meinte der Münchner, "aber nach meinen langen Pausen ist alles noch ein bisschen zäh."

 

Nach diesen Topleistungen beendeten Alexander Straub und Björn Otto das Leistungstief der deutschen Stabhochspringer und erreichten die Norm für die Weltmeisterschaften in Berlin.


Bild (Bösl): Björn Otto

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 24. Juli 2009 um 11:44 Uhr
 
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