Geht es auch ohne Cohen?

(kri) Nach dem 1:0 Erfolgserlebnis im Auswärtsspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth, reist der FC Ingolstadt 04 zum SC Paderborn 07, um dort erneut Akzente zu setzen.

Dabei darf nicht außer Acht gelassen werden, dass beim Sieg in der Trolli Arena, bereits erste Hasenhüttl-Zeichen erkennbar waren. „Das freut mich sehr“, strahlt der neue Trainer Ralph Hasenhüttl. Er scheint das Erfolgsrezept gefunden zu haben. Immerhin waren rund 300 Fans ins Franken-Land gereist, um ihre Mannschaft vor Ort tatkräftig zu unterstützen. „Die Stimmung der Anhänger war wirklich bombastisch.“

Dass die Schanzer-Anhänger wieder Grund zum Jubeln haben, liegt allen voran an dem neuen Konzept des Coachs. „Nicht ein einzelner Spieler ist wichtig, sondern die ganze Mannschaft steht im Vordergrund. Es sind zwar so manche in unseren Reihen, die damit nicht so ganz klar kommen, aber das müssen sie lernen. Stimmt nämlich das Verhalten auf und neben dem Platz, dann merken dies die Zuschauer und verzeihen uns auch Fehlpässe“, erklärt Hasenhüttl die positive Stimmung.

Bei der Frage, warum denn dann Kapitän Almog Cohen die rote Karte, in der Nachspielzeit, gesehen hatte, lacht der Österreicher zunächst und meint dann: „Sein Deutsch ist nicht das Beste. Vielleicht hat er deshalb einen Punkt auf meiner Liste nicht so ganz verstanden.“ Stellt sich nun aber die Frage, durch wen der gebürtige Israeli, in den kommenden drei Spielen, ersetzt werden wird. Denn der DFB hat getagt und dabei das Urteil, von einer Sperre für ganze drei Partien während der Bundesliga, verhängt. Dazu meint Hasenhüttl allerdings bloß, dass es schlimmere Dinge gebe, als das Amt des Kapitäns zu vergeben. Sollte aber Christian Eigler von der ersten Spielminute an, auf dem Rasen stehen, dann wird wohl er, sein altes Amt, antreten.

Wie sich der Ausfall Cohens ansonsten noch bemerkbar machen werde, wisse der Trainer bis dato nicht. „Ich habe sehr viele Optionen. So wären zum Beispiel Roger oder gar Andreas Buchner mögliche Optionen.“ Aber: „Das Fehlen von Almog tut uns sehr sehr weh. Er ist nicht nur unser Kapitän, sondern auch ein sehr guter Typ, auf den wir nicht verzichten können und wollen. Daher reist er mit nach Paderborn, um vor und nach dem Spiel beim Team zu sein.“

Neben dem gesperrten Israeli wird, aller Voraussicht nach, auch Ümit Korkmaz nicht einsatzfähig sein. „Er laboriert an einer Sprunggelenks-Verletzung. Dieser Druckschmerz ist sogar so groß, dass er, laut unseren Physiotherapeuten, bei der kleinsten Bewegung an die Decke geht“, so Hasenhüttl über den momentanen Zustand seines Landsmannes.

Dafür ist aber nun Leon Jessen, nach überstandenen Knieproblemen, wieder startklar und könnte ebenso in der Benteler-Arena zum Einsatz kommen wie der Rest der Schanzer-Truppe. Wer am Ende das Nachsehen haben wird, bleibt abzuwarten.

Aber letztlich zähle es einfach nur, die Euphoriewelle Paderborns, nach deren zwei Siegen in Folge, zu durchbrechen, damit in der Donaustadt endlich der Knoten platzen könne.

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