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Neue Besen kehren gut. Unter diesem Motto will der TSV Kösching zusammen mit dem neuen Coach Roland Baumgärtner (27) die Kehrtwende im Abstiegskampf schaffen. Wie dies gelingen soll, verrät der Neue im Interview.
Seit nicht einmal zwei Wochen sind Sie in Kösching. Wie fällt Ihr erstes Fazit aus?
„Durchwachsen! Die Verantwortlichen und Spieler machen einen netten Eindruck und haben mich gut aufgenommen. Der Tabellenstand und die Leistungen sind nicht so gut. Es braucht Zeit. Die Mannschaft ist intakt, muss sich jedoch steigern.“
Was sind die Gründe, warum Sie zum TSV Kösching gegangen sind?
„Die letzten zehn Jahre habe ich im Augsburger Umland gespielt. Zuletzt war ich als Spielertrainer in Pipinsried aktiv und das als Ingolstädter. Das war eine einzige Fahrerei. Ich wollte wieder zurück in meine Heimat. Kösching ist eine gute Adresse und ein gut geführter Klub.“
Leicht wird die Aufgabe nicht. In welchem Zustand befindet sich die Mannschaft?
„Es ist überall Bedarf da. Die Mannschaft ist konditionell nicht so, wie ich mir es vorstelle. Es braucht noch etwas, um über 90 Minuten Gas zu geben. Und taktisch fehlt sicherlich auch etwas. Da gehe ich einen anderen Weg als mein Vorgänger und hoffe, dass es glattgeht.“
Was wird sich taktisch genau ändern?
„Am Sonntag haben wir bereits mit einer Dreierkette gespielt (zuvor Viererkette). Aber auch die Spielauffassung muss sich ändern. Wir spielen zu viel klein, klein. Ich will das Spiel stärker nach vorne verlagern. Wir müssen uns nun Schritt für Schritt verbessern und in der Winterpause kann ich dann wieder mitspielen. Der ein oder andere Spieler muss noch kommen.“
Gibt es starken personellen Nachholbedarf beim TSV?
„Nachholbedarf gibt es! Der Kader ist zu dünn besetzt. Wie das aussehen wird, steht noch in den Sternen.“
Kommen wir auf das kommende Heimspiel (Samstag, 15 Uhr) gegen Hallbergmoos zu sprechen. Ist gegen einen direkten Mitabstiegskandidaten ein Sieg Pflicht?
„Ein Sieg ist noch nicht Pflicht. Aber verlieren sollten wir auf keinen Fall. Leider fällt nun auch noch Markus Braun aus (Verdacht auf Kreuzbandriss). Wir stehen in jedem Spiel unter Druck. Und das Selbstvertrauen ist natürlich auch nicht da.
In der derzeitigen schwierigen Situation sind Sie da auch als Psychologe gefragt?
„Es wird viel geredet. Ich versuche, die Mannschaft wach zu rütteln, damit sie im Spiel aggressiver wird. Sie sollen jetzt im Training erst einmal die Fitness verbessern. Einzelgespräche machen wir danach. (ca) |