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Der Höhenflug des ST Kraiberg in der Kreisliga ist eng verknüpft mit dem Namen Denis Dinulovic. Im zweiten Teil des Interviews spricht der Spielertrainer über die Torjägerkanone, den Trainerjob und seine verpasste Profikarriere.
Wenn man mit Fans und Kollegen aus der Liga sich unterhält, haben sie fast schon einen Heldenstatus. Die Lobhymnen sind nicht um sonst. Führender in der Torjägerliste und Leader der Mannschaft. Wird es einem manchmal zu viel?
„Ich bin lang genug dabei und weiß, wie ich damit umzugehen habe. Ich bin teil der Mannschaft als Spieler und gehe damit ganz locker und normal um. Wenn ich nächste Saison nur zehn Tore schieße, bin ich der Buhmann. Von dem her wird es von mir nüchtern betrachtet. Es ist halt eine schöne Momentaufnahme. Wenn ich am Ende ganz oben in der Tabelle steh, dann nehme ich auch die Lobeshymnen gerne an. Alles andere bringt mir nichts.
Was ist der Grund, dass sie derzeit mit über 20 Toren die Torjägerliste anführen?
„So was wird es immer geben. Dass es mal besser läuft und mal nicht so gut. Letztes Jahr ist auch sehr gut gelaufen. Fakt ist aber auch, dass wir uns mehr Möglichkeiten herausspielen als letztes Jahr. Dementsprechend habe ich mehr Chancen zur Verfügung und mache auch das ein oder andere Tor.
Wie wichtig wäre ihnen die Torjägerkanone?
„Ganz ehrlich muss ich sagen, Null-Komma-Null. Da überwiegt der Trainer in mir und ich will mit der Mannschaft Erfolge feiern. Alles andere ist nicht so wichtig. Davon kann ich mir nichts kaufen.
Wie muss man Sie als Trainer vorstellen. Sind sie eher der harte Hund oder der Kumpeltyp?
„Eine gute Mischung. Ich bin keiner, der auf diktatorische Maßnahmen zurückgreift. Wir haben eine gute Stimmung in der Mannschaft. Das funktioniert ganz gut, wie ich es mache.
Als Spieler standen sie ja einige Male schon kurz vor dem Sprung zum Bundesligaprofi. War der Traum immer da?
„Gerade in jungen Jahren sowieso. Ich war in der Jugend beim den 60zigern. Wo man schon in der Vorstufe ist, leider hatte ich dann viele Verletzungen (unter anderem Kreuzbandrisse). Ich hatte ja schon einen Vorvertrag bei Wacker Burghausen. In den ersten vier Jahren fiel ich eineinhalb Jahre durch Verletzungen aus. Das hat mir in den Traum genommen. Ich hätte das Zeug gehabt, mich zu etablieren. Ich habe es aber inzwischen eingesehen, dass es nicht sein sollte. Es war eine schöne Zeit. Jetzt kommt die Zeit es als Trainer beziehungsweise Spielertrainer anzugehen. Ich möchte mir als Trainer einen Namen machen.“
Möchten Sie irgendwann auch einen größeren Klub leiten?
„Das ist ganz klar. Ich bin noch ein junger Kerl mit 31 Jahren. Ich war ja auch schon Landesligatrainer. Von dem her, traue ich mir das zu. In nächster Zeit habe ich aber nicht die Absicht etwas anderes zu tun und will mit Kraiberg meine Ziele verfolgen. (ca)
Den ersten Teil des Interviews, wo er auf die Hinrunde zurückblickt und über den spannenden Aufstiegskampf redet finden sie hier: "Neuzugänge haben bombastisch eingeschlagen"
Archivbild: Bösl |