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„The same procedure as every year“! Zum vierten Mal in Folge holten die Fußballer des FC Unterföhring den Titel der Oberbayerischen Hallenmeisterschaft. Im Finale in Manching siegte man mit 3:2 gegen das Überraschungsteam des Türkisch SV Ingolstadt. Update: neue Bildergalerien
So richtig konnten sich die Spieler von Soner Özgür nicht freuen. Zu frisch war noch der Ärger über das unglücklich verlorene Endspiel gegen den Titelverteidiger. Der Kreisligist war bis zum Finale ungeschlagen gewesen und ließ so manchen der favorisierten Teams hinter sich. Dabei schien die Sensation lange möglich. Nach einer siebenminütigen Abtastphase, in der bis auf einen Schussversuch vom FC nichts in Richtung Tor ging, eröffnete Baran Akbas vor rund 450 Zuschauern mit seinem Tor ein packendes Finale. Nach einem indirekten Freistoß an der rechten Ecke des FC Tors kam der Ball auf den Offensivspieler des Türkisch SV, der diesen ins untere Eck feuerte. Dieses Tor war jedoch die Initialzündung für den Titelverteidiger, der nun richtig aufdrehte. Gleich mehrere Male musste Torwart Emre Erbas, der später noch die tragische Figur des Spiels werden sollte, in höchster Not klären. Die dritte Großchance im Spiel für die Münchener lag dann im Netz. Andreas Faber netzte nach neun Minuten zum 1:1-Halbzeitstand ein.

In der zweiten Hälfte blieb der FC feldüberlegen und tonangebend. Folgerichtig fiel kurz nach dem Wechsel das 1:2 aus Sicht vom SV. Während Emre Erbas im Tor der Ingolstädter noch den ersten Schuss von Efe Ok parieren konnte, war er beim zweiten Schuss machtlos. Dieser nutzte den Abpraller zur Führung. Erst danach kam der Außenseiter wieder besser in die Partie. Nach einem Freistoß schaltete Baran Akbas blitzschnell und sah den frei mitgelaufenen Murat Hüdaverdi. Dieser hatte keine Probleme zum 2:2 einzuschieben (14:23). Nur zwei Minuten später hätte dann Ali Erbas sogar den SV wieder in Führung bringen müssen. Freistehend vergab der Offensivspieler per Kopf. Dann wurde es turbulent. Nach einem erneuten Angriff der Ingolstädter verlor man in der Vorwärtsbewegung den Ball und wurde eiskalt ausgekontert. Andreas Faber sah, dass Emre Erbas zu weit vor dem Kasten stand und wagte den Heber. In seiner Not faustete der Keeper den Ball vor dem Strafraum weg. Klare Entscheidung! Rote Karte und zwei Minuten für den SV. „Die rote Karte war berechtigt, aber ich konnte den Ball ja nicht ins Tor fliegen lassen“, so der Torhüter nach dem Spiel reumütig. In Unterzahl folgte das Unausweichliche. 18 Sekunden nach der Herausstellung traf Andreas Faber, der Torschützenkönig des Turniers wurde, zum 3:2 (18:45) für die Unterföhringer. Die Entscheidung! Die anschließende Catcheinlage zwischen Ömer Gebesci (FCU) und Fardin Gholami (TSVI) hatte da nur noch statistischen Wert. Freudetrunken feierten die bayerischen Landesligaspieler ihren vierten Titel in Folge.


Gholami – der Spieler des Turniers!
„Ich bin sehr zufrieden. Es ist schade, wie das Spiel geendet ist. Mit drei Mann war nicht mehr möglich“, zeigte sich Trainer Soner Özgür etwas zerknirscht, da man in der Vorrunde noch gegen den Titelträger triumphieren konnte. Zum Auftakt gewannen die Ingolstädter mit 4:1 (Tore: Ferenc Baqky, Medi Sedim Sinler, 2x Ensar Düzgün) gegen den FC. Es folgten zwei Remis gegen den Kreisligisten TuS Raubling (1:1 – Tor: Fardin Gholami) und den A-Ligisten SV Türk Spor Landsberg (3:3 - Fardin Gholami, Baris Soysal und wieder Gholami mit dem Tor des Turniers [per Außenspann ins Tor]). Nicht zuletzt wegen dieser schönen Aktionen wurde der Fardin Gholami auch zum besten Spieler des Turniers gewählt. Im Halbfinale folgte ein hart erkämpfter 3:2-Sieg gegen den ESV Traustein. Nachdem der SV durch Tore von Andras Tölcseres (2:35), Ali Erbas (7:10) und Fardin Gholami (8:36) schon sicher im Finale schien, machte es Florian Zauner (10:30) durch seinen Treffer wieder spannend. Es reichte für den ESV jedoch nur noch zum 2:3-Anschlusstreffer durch Jochen Thudt (14:58).

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Gerolfing als Letzter raus!
Wirklich kein Grund zur Freude gab es hingegen für den Kreishallenmeister 2012, den FC Gerolfing. „Uns fehlte heute das Engagement und die Ruhe. Es ist schade, dass wir uns so vor den Zuschauern präsentiert haben“, musste Trainer Uwe Weinrich nach dem Spiel eingestehen. Wer weiß, wie das Turnier geendet hätte, wenn man nur 14 Minuten statt 15 gespielt hätte. In der Auftaktpartie gegen den Bezirksligisten Phönix München spielte man lange Zeit gut mit. Nach einem Torwartfehler von Ali Maaigi traf Florian Ihring zur Führung für den FCG (6:00). Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich von Ibrahim Gürpinar (7:33) war es erneut Florian Ihring, der einen Konter erfolgreich abschloss. Hätte kurz danach noch Helmut Stefanovici etwas mehr zielwassergetrunken wäre die Partie zwei Minuten vor dem Ende bereits entschieden gewesen. Doch es folgte eine schwarze Minute für die Gerolfinger. Nach einem Zweikampf an der Bande ließ der Schiedsrichter weiterspielen und Ugur Karatas schob zum 2:2 ein (14:05). Dann wurde es richtig bitter. Helmut Stefanovici, der zuvor die Entscheidung verpasste, wollte in der Defensive klären. Doch dessen Schuss gegen die Bande landete genau auf dem Fuß von Malik Abasse, der zentral zum Tor keine Mühe mehr hatte die Kugel einzunetzen (14:40).

„Das war ein unglücklicher und knapper Turnierverlauf. Wir haben im ersten Spiel innerhalb einer Minute zwei leichte Fehler gemacht. Im zweiten Spiel war es dasselbe“, so Weinrich. Gegen den SC Oberweikertshofen lag das Team nach einem Treffer von Florian Ihring, dem besten Gerolfinger an diesem Tag, nach der Hälfte des Spiels mit 1:0 in Front. Danach war es erneut Helmut Stefanovici der zum Unglücksraben mutierte. Aus 30 Zentimetern traf er freistehend statt ins Tor nur die Bande. Zwei Minuten später wurde dieser Lapsus bestraft. Florian Hanisch traf zum 1:1-Ausgleich. In der Folge hatte der FCG sogar noch Glück, dass der SVO 40 Sekunden vor dem Ende nur die Latte traf. Durch diesen Punktgewinn war im letzten Spiel ein Sieg mit mindestens zwei Toren unterschied gegen den ESV Traunstein Pflicht. Was folgte war ein Debakel. Mit 1:6 wurde die Mannschaft von Uwe Weinrich vorgeführt. Ohne jegliche Chance gelang Daniel Schachtner noch der 1:3-Ehrentreffer. “Leider hat sich die Mannschaft in dem Spiel aufgegeben. Wir haben bis dahin gute Turniere gespielt. Leider hatten einige in der Mannschaft muskuläre Probleme beziehungsweise Muskelkater“, betonte der Co-Trainer des FC Gerolfing.

Zwei Keeper verlasssen den FCG
Neben dem bitteren Turnierverlauf wurde im Rahmen der Hallenmeisterschaft bekannt, dass der FC zwei schwer zuverkraftende Abgänge zu beklagen hat. Gleich zwei Torhüter verlassen den Bezirksoberligsten. Andreas Busch wechselt zum Ligakonkurrenten SV Manching. Stephan Strehle geht nach Neuburg. Um die Lücke zu schließen, wird in der kommenden Woche Marco Ernhofer (U19 FC Gerolfing) einen Vertrag beim Klub unterschreiben. „Ihm gehört die Zukunft“, so Weinrich. Trotzdem ist der Klub weiter auf der Suche nach einer neuen Nummer 2 für die Rückrunde. Während der FC Gerolfing sich nun verstärkt auf die Rückrunde konzentriert (unter anderem wird es noch Testspiele gegen den ST Kraiberg und in Hallbergmoos geben) freut sich der Türkisch SV Ingolstadt auf die oberbayerische Futsal-Hallenmeisterschaft am kommenden Samstag (11 Uhr) in Bad Tölz. „Wir sind unberechenbar, das hat man heute gesehen. Ich hoffe auf das Finale!“, zeigte sich Emre Erbas optimistisch.
Bilder: Schuhmann |