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Türkisch kommt in Dachau unter die Räder
Samstag, den 16. April 2011 um 17:19 Uhr

Eine herbe 5:0 Klatsche kassierte der Türkisch SV Ingolstadt beim AufstiegsaspirantenTSV Dachau, welcher sich damit vorerst an Jetzendorf vorbei auf Platz eins der Bezirksliga schiebt.

 

 

Im Hinspiel holten die Ingolstädter noch ein 2:2 Unentschieden, auf heimischem Boden ließen die Dachauer aber nichts anbrennen und präsentierten sich als Ausmaß an Effektivität, wie der 2. Vorstand Erkan Sucuoglu berichtete: „Das Ergebnis ist eigentlich zu hoch. Die hatten fünf Chancen und haben daraus fünf Tore gemacht. Ich hätte mir Dachau eigentlich stärker vorgestellt. Unser Problem war, das wir die Tore nicht reingemacht haben.“

Auch zum Schiedsrichter hatte Sucuoglu, der aufgrund der Sperre von Hakki Yüksel heute erstmals nach einem Jahr wieder selbst gegen den Ball trat, seine ganz eigene Meinung: „Man darf zwar nicht über den Schiedsrichter schimpfen, aber der Linienrichter war der gleiche, wie der, der uns letzte Woche drei Abseitstore nicht gegeben hat. Und heute wurden Abseitspositionen des Gegners ignoriert.“

 

Zum Spielverlauf: Bis zur 38. Minute agierten beide Teams hauptsächlich im Mittelfeld, es war eine offene Partie mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Der Türkisch SV stand, so Sucuoglu, „eigentlich gut, wir haben nur im Offensivbereich zu viele Bälle verloren und damit den Gegner in Ballbesitz und zu Möglichkeiten gebracht.“ In der 38. Minute markierte Dachaus Topstürmer Marco Bläser das 1:0, allerdings soll dem Tor laut Sucuoglu ein doppeltes Abseits vorausgegangen sein. Die beste Möglichkeit auf Seiten des Türkisch SV hatte Mujdat Karagöz. Mit dem 1:0 ging es in die Kabine.

 

Die Mannschaft von Soner Özgül hatte sich viel für die zweite Hälfte vorgenommen, musste allerdings gleich in der 48. Minute den nächsten Rückschlag hinnehmen: Nach einem Abseitskonter erhöhte Bläser auf 2:0. Keine zwei Zeigerumdrehungen später klingelte es durch Dachaus Zachan erneut im Kasten von Keeper Yavuz Karakac, der nach einem langen Ball das Tor verlassen hatte und nicht schnell genug zurück gelangte.

Türkisch versuchte das Spiel wieder in die Hand zu nehmen, doch Dachau blieb druckvoll und legte gleich das 4:0 nach. „Das war eine richtig komische Bogenlampe zu Bläser, dessen Kopfball konnte unser Keeper zwar noch entschärfen, beim eigentlich harmlosen Nachschuss hatte er aber das Nachsehen,“ ärgert sich der 2. Vorstand. Als die Ingolstädter in den Schlussminuten auf den Ehrentreffer drängten und alles nach vorne warfen, gelang Dachau sogar sogar noch das Tor zum 5:0 Endstand.

Mit nun 23 Punkten rangiert die Elf von Soner Özgül damit auf Platz 13 und ist weiter akut abstiegsgefährdet.

 

Fazit von Erkan Sucuoglu: „Allein vom Spielanteil her gesehen, hätten wir heute auch gewinnen können. Da Rohrbach verloren hat, haben wir mit den anstehenden Derbies gegen Oberhaunstadt, Karlshuld und Kösching jetzt drei Finalspiele. Es gibt kein wenn und aber, wir müssen weiterspielen. Gegen Schleißheim und Allershausen haben wir unglücklich verloren, irgendwann ist das Glück auch wieder auf unserer Seite.“ (ez)

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 16. April 2011 um 17:36 Uhr
 
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