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„Zum in den Hintern beißen“
Samstag, den 26. November 2011 um 18:39 Uhr

Fußball kann schon brutal sein. Über 90 Minuten präsentierten sich die U23-Spieler des FC Ingolstadt gegen den Tabellenzweiten aus Großaspach auf Augenhöhe, und verloren durch zwei individuelle Fehler mit 1:2 (0:1).

 

„Wir haben heute bewiesen, dass wir auf diesem Niveau mithalten können. Wir haben nur in den entscheidenden Momenten hinten die Fehler gemacht und vorne die großen Torchancen nicht genutzt. Und Großaspach macht diese Chancen rein. Da kann man sich schon in den Hintern beißen“, sagte FC-Abteilungsleiter Christoph Heckl nach dem Spiel. Über weite Strecken der ersten Hälfte neutralisierten sich beide Teams gekonnt. Während der FC forsch über den gewohnten Kombinationsfußball nach vorne preschte und an der stabilen Abwehr der Gäste scheiterte, fand auch der Tabellenzweite kein Mittel gegen die gut stehende Defensive der Schanzer Nachwuchskicker. So waren Tormöglichkeiten in den ersten 45 Minuten rar. Die beste Gelegenheit für den FC hatte Thomas Berger, dessen strammer Linksschuss an die Latte knallte (18.). Auf der Gegenseite gab es genauso nur eine Torchance zu sehen. Aber im Gegensatz zu den Hausherren machte der erfahrene Regionalligist des SG Sonnenhof Großaspach den Ball ins Tor. Nach einer Ecke stand der 2-Meter-Abwehrhüne Dennis Grab am kurzen Pfosten und köpfte das Leder unhaltbar in die Maschen. So ging der Tabellenzweite mit einer glücklichen Führung in die Kabine.

 

 

In der zweiten Hälfte erhöhte der Gastgeber aus Ingolstadt den Druck. Nach einer Flanke von Luka Marino Odak in den Strafraum wurde Toptorjäger Karl-Heinz Lappe strafstoßwürdig gefoult. Den fälligen Elfmeter nach 58. Minuten verwandelte Stefan Müller eiskalt ins linke Eck zum Ausgleich. So gut der Treffer für die Ingostädter war so schlecht war dieser fürs Spiel. Rund neun Minuten passierte dann wenig. Dann präsentierte sich wieder der Gastgeber vor dem Tor. Doch in der Szene zeigte sich der Unterschied an diesem Tag zwischen den Teams. Der eingewechselte Mario Stauigel scheiterte mit seinem Kopfball am Keeper der Großaspacher (68.). Diese Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor zeigte der Gast im direkten Gegenstoß. Eine verunglückte Flanke in den Strafraum köpfte Sebastian Szimayer zum 2:1 ein. In der Folge versuchte der Gastgeber zwar noch einmal alles, kam aber nicht mehr zu einer nennenswerten Torchance. So blieb es beim schlussendlichen glücklichen Auswärtssieg für die Großaspacher, die dank eines Ausrutschers der Stuttgarter Kickers daheim gegen Waldhof Mannheim (0:1), bis auf zwei Punkte am Spitzenreiter dran sind. Der FC hingegen verlor einen Rang und verweilt nun auf dem siebten Tabellenplatz. (ca)

 

 

Bilder: Schuhmann

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 26. November 2011 um 19:05 Uhr
 
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