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FC Ingolstadt 04 II bezwingt die „Kleinen Bayern“
Sonntag, den 06. November 2011 um 18:28 Uhr
Vor 550 Zuschauer feiert der FC Ingolstadt 04 II (7.) zu Hause gegen den FC Bayern München II (12.) einen 1:0-Erfolg.

Die Partie bot in der ersten Hälfte nicht viel Unterhaltungswert. Es war zwar ein temporeiches Spiel, das aber nur zwischen den Sechzehnmeterräumen stattfand. Beide Mannschaften neutralisierten sich und konnten trotz guter Rahmenbedingungen mit traumhaftem Herbstwetter und toller Atmosphäre keine klaren Torchancen herausspielen. Zwei nennenswerte Torchancen gab es in der ersten Hälfte. Beide Male hießen die Hauptfiguren Müller. Bei den Bayern war es Bastian Müller, der nach einem guten Doppelpass aus knapp 17 Metern abzog, das Tor aber um Zentimeter verpasste. Auf der Ingolstädter Seite war es Stefan Müller, der nach einem langen Ball von Ralf Keidel trocken abschloss und das Gehäuse auch nur ganz knapp verfehlte. „Die Mannschaft hat heute sehr konzentriert und souverän agiert. Sie hat die Bayern zu keiner Torchance kommen lassen“, so Abteilungsleiter Christoph Heckl.



Nach dem Seitenwechsel machten die Hausherren mehr Druck nach vorne und kamen so auch zu mehreren kleinen Chancen. Aber erst in der 63. Spielminute lag der Ball zum ersten Mal im Tor der Gäste. Stefan Müller konnte zuvor nur noch durch ein Foulspiel im Sechzehner gestoppt werden. Der ­Unparteiische Stefan Kleinschmidt entschied folgerichtig sofort auf Elfmeter für Ingolstadt. Der Gefoulte trat selber an und verwandelte flach ins linke Eck zur 1:0-Führung für die Schanzer. Aber so richtig emotional wurde es erst in der 70. Minute, als nach einem Foulspiel an der Seitenlinie gegen einen Bayernspieler, sich eine Traube Spieler um den Gefoulten bildete und ein Bayernspieler nach hinten umfiel. Der Schiedsrichter und seine Linienrichter haben sich, nachdem wieder alle Spieler beruhigt wurden, beratschlagt. Und so zeigte der Unparteiische daraufhin Ralf Keidl die Rote Karte wegen einer Tätlichkeit und verwarnte zwei Bayernspieler mit einer Gelben Karte. „Auch wenn Ralf nicht das Unschuldslamm war in dieser Situation, ist es unfair, dass nur ein Spieler so bestraft wird und der andere nur eine Verwarnung erhält“, kritisierte Heckl. Nach dieser ganzen Aufregung wurde auch noch Trainer Joe Abelsinger wegen Reklamierens auf die Tribüne verwiesen. So musste der FC Ingolstadt in der Folgezeit mit zehn Mann weiterspielen. Glück hatten die Schanzer dann in der 80.Minute, also ein Kopfball von Manuel Fischer nur an die Unterkante der Latte ging und von da wieder aus dem Tor sprang. In der 90. Spielminute erhielt auch noch der bereits verwarnte Florian Wenninger wegen wegtreten des Balles die zweite Gelbe Karte und musste mit Gelb-Rot vom Platz. Doch die Abwehr des FC hielt stand und so konnte die knappe 1:0-Führung nicht ganz unverdient über die Zeit gerettet werden.




„Die Mannschaft hat heute gut zusammengehalten und so konnten wir knapp, aber nicht unverdient gewinnen. Nächste Woche müssen wir gegen die zweite Mannschaft vom Karlsruher SC ran. Mit vier gesperrten Spielern und dem verletzten Marcel Hagmann fehlen uns fünf Spieler. Aber wir wollen trotzdem optimistisch hinfahren und schauen, was dabei rauskommt“, so Christoph Heckl nach der Partie.
Bilder: Schuhmann
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 06. November 2011 um 22:52 Uhr
 
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