Wer hat Recht im Schiri-Streit?

(kri) Nach Gerolfings Trainer Bachhuber meldet sich auch Fatih Topcu, Abteilungsleiter des Türkisch SV, zu Wort und erklärt, warum der Schiedsrichter im Spitzenspiel alles richtig gemacht hat.

Strittige Schiedsrichterentscheidungen werden, abhängig von den Mannschaften, immer aus unterschiedlichen Perspektiven wahrgenommen. So auch im Falle der Partie Gerolfing II gegen den Türkisch SV Ingolstadt. Während der Trainer der Heimmannschaft, Stefan Bachhuber, die Leistung des Offiziellen als „unter aller Kanone“ einstufte, empfand dies der Abteilungsleiter des Türkisch SV, Fatih Topcu, ganz anders. „Bachhuber dürfte eigentlich alles andere als aufgebracht sein. Immerhin durfte er in der 90. Spielminute nochmals auswechseln und das, obwohl es nach der neuen Regelung nicht mehr erlaubt ist.“

 

Damit versucht Topcu die Vorwürfe der Gerolfinger zu entkräften. Diese unterstellten Schiedsrichter Hartmut Lederer, dass dieser, aus Angst vor den Türken, eine Nachspielzeit von sechs Minuten gewährt habe. „Unser Gegner hat die Nachspielzeit selbst verschuldet. Sie haben nur noch versucht, das 1:1 über die Zeit zu retten“, so der Abteilungsleiter des Türkisch SV. Und: „Wir hatten während der gesamten 90 Minuten keine Probleme mit Herrn Lederer. Weder die Spieler, noch der Trainer oder gar ich wären also, im Falle einer Niederlage, auf ihn losgegangen.“

 

Wie sich also ein Spiel ganz anders beschreiben lässt, fragt man nur einmal bei der Gegenseite nach. Auch, wenn sich beide Parteien einig sind, dass es ein emotionsgeladenes Match, vor 300 bis 400 Zuschauern, war und der daraus resultierende Punktgewinn pro Mannschaft soweit in Ordnung geht, gibt es in einer Sache immer noch Ungereimtheiten.

 

Während Gerolfing die gelb-roten Karten als „unfair“ empfindet, spricht der Türkisch SV von einer „fairen Entscheidung“. „Wenn man ein Wiederholungstäter in Sachen Foulspiel ist, dann muss man sich nicht wundern, wenn man des Feldes verwiesen wird“, weiß Topcu zu gut. Aber er wisse auch, dass manchmal einfach die Tagesform für so manche Entscheidung, verantwortlich sei. „Das gilt für die Spieler, Trainer und vor allem auch die Schiedsrichter. Aber Herr Lederer hat absolut richtg gehandelt.“

 

Man darf gespannt sein, ob jene Schiedsrichterdiskussionen nun weitergehen oder doch einmal das Gras des Spielfeldes darüber wächst.

 

Foto: Fotolia

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