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"Es war ein schlechtes Spiel von uns"
Samstag, den 07. Januar 2012 um 00:09 Uhr

Der ERC Ingolstadt hat im Kampf um die Spitze der DEL einen Dämpfer erhalten. Bei den Iserlohn Rooster verloren die Panther mit 0:2 (0:0, 0:1, 0:1).

 

 

Rich Chernomaz brachte es nach dem Spiel auf den Punkt. Über 60 Minuten spielte Iserlohn mit mehr Leidenschaft, Einsatz und Körperkontakt und gingen als hochverdienter Sieger vom Eis. Vor fast ausverkauftem Haus mit über 1.000 Ingolstädter Fans im Rücken traten die Panther bei den Roosters in Iserlohn an. Vor dem Spiel heizten beide Fanlager die Stimmung gehörig an.


Die ersten Minuten gehörten den Iserlohnern, auch begünstigt durch eine frühe Strafzeiten gegen Prestin Ryan. Dave Spina und Lasse Kopitz waren mit Schüssen gefährlich, aber es blieb beim 0:0. Nach überstandener Unterzahl erhöhten die Ingolstädter das Tempo und kamen durch Rick Girard, Christoph Gawlik, Jared Ross (alle 6.) und Luciano Aquino (9.), der von einem Fehlpass der Iserlohner in der eigenen Zone profitierte, zu Torchancen, allerdings ebenfalls ohne zählbaren Erfolg. In den zweiten zehn Minuten des ersten Drittels spielte sich das Geschehen wieder meist vor Ian Gordon ab. Der ERC musste dabei zwei Unterzahlsituationen (Michel Périard und Jeff Likens) überstehen, wobei man über die eine oder andere Strafe auch diskutieren kann. Gefährliche Iserlohner Torchancen konnten größtenteils verhindert werden, trotzdem konnten die Panther mit dem 0:0 nach dem ersten Drittel zufrieden sein. Christian Hommel (12.), Sean Blanchard (14.), Michael Wolf (15.) und Dave Spina (19.) zielten entweder drüber oder zogen gegen Ian Gordon den Kürzeren, der einige Male sehr gut reagierte.



Mit dem ersten Wechsel im zweiten Drittel konnten die Roosters die eigene Überlegenheit auch in ein Tor ummünzen. Jassen Cullimore nutzte die Verwirrung vor dem ERC-Tor und vollendete zum 1:0. Die erste Überzahlsituation für den ERC Ingolstadt nach 25 Minuten blieb ohne Torchance, stattdessen kam Jeff Cowan zu einer Möglichkeit in Unterzahl. Erst nach dieser Unterzahl schien der ERC aufzuwachen und tat mehr nach vorne. Prestin Ryan machte den Anfang mit einem Schuss, der Puck prallte nach vorne ab und Stephan Retzer hatte kurz das leere Tor, allerdings konnte er aus der Drehung und in Bedrängnis nicht vollenden (26.). Die Roosters kamen nun seltener vor das Tor der Panther, aber die Konter blieben stets gefährlich. Die Reihe um Robert Hock, Dave Spina und Jeff Giuliano bekamen die Ingolstädter nie in den Griff. Ian Gordon rettete in der 28. Minute nach einer Hereingabe von Spina auf Wolf im Slot hervorragend. Der ERC blieb aber am Drücker und kam nun auch im Minutentakt zu sehr guten Möglichkeiten. Nach einem super Pass von Michel Périard konnte Petr Fical allein auf Sebastian Caron zulaufen, aber er traf leider nur den Pfosten (30.). Nur einen Moment später prüfte Stephan Retzer den Iserlohner Keeper per Direktschuss. Eine weitere dicke Möglichkeit ergab sich nach einem Versuch von Tyler Bouck – die Scheibe wurde abgefälscht und tropfte ganz knapp am rechten Torpfosten vorbei. Der Ingolstädter Sturmlauf wurde durch eine berechtigte Strafe gegen Petr Fical unterbrochen, dabei hielt Gordon ein weiteres Mal sensationell gegen Dave Spina. Kurz vor Ende des zweiten Drittels machte sich Michael Wolf von der neutralen Zone in Richtung Ian Gordon auf, der sich querlegte und auch diese Chance zunichte machte – es blieb beim 1:0 nach vierzig Minuten.



Auch der Beginn des letzten Drittels lief alles andere als optimal für den ERC. David Spina tauchte schon nach wenigen Sekunden frei vor Ian Gordon auf, der wieder einmal super rettete. Doch schon im nächsten Wechsel klingelte es wieder im Kasten der Panther. Colton Frettner schloss eine Zwei-gegen-eins Situation selbst erfolgreich ab (42.). Der ERC erholte sich von diesem frühen Schock nicht mehr. Auch ein weiteres Powerplay des ERC blieb ungenutzt. Bis auf einen Schuss von Périard und einer Bauerntrickmöglichkeit von Girard sprang nichts heraus. Die Roosters hatten bis zum Ende des Spiels mehr Spielanteile und blieben die bessere Mannschaft, sodass der Sieg letztlich auch hochverdient war. Drei Minuten vor Schluss probierte Rich Chernomaz noch einmal alles und nahm bei zwei ERC-Überzahlspielen Ian Gordon vom Eis, doch es blieb beim 2:0 Endstand.

 

Bericht: ERC Ingolstadt

 

 

 

 
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