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Der lange Weg zum optimalen Ziel
Donnerstag, den 22. März 2012 um 19:53 Uhr

Wenn an diesem Samstag ab 12 Uhr die Kyudo-Bogenschützen des Donau-Dojo Ingolstadt bei der Bayerischen Einzel- und Mannschafts-meisterschaft in der Bezirkssportanlage Nordost an den Start gehen, stehen höhere Ziele im Vordergrund, als das reine Zieltreffen.

 

 


Bei der Beobachtung der Sportart wirkt Kyudo zuerst einmal befremdlich. Sportler mit über zwei Meter langen Bambusbögen bereiten sich in zeremoniellen Bewegungsabläufen auf zwei bis vier Schüsse vor und wirken dabei, als befänden sie sich in einem Zustand der inneren Ruhe. „Kyudo heißt nicht nur, sich auf den Treffer zu konzentrieren, sondern auf eine perfekte Form zu kommen“, erklärt Marlene Haubner, die Vize-Vereinsvorsitzende, das Ziel des asiatischen Sports. „Er dient sowohl dazu, die Körperwahrnehmung zu steigern, als auch den Geist zu trainieren. Es bedarf dabei einer großen Konzentration, sich auf jeden einzelnen Bewegungsablauf vorzubereiten, um den langen Bogen zu beherrschen und einen Schuss gut platzieren zu können.“

 


Wie dies in der Praxis aussehen kann, bewies das Trio Nadine Wolfensteiner, Reinhold Volkert und Alexander Kreil im Abschlusstraining. Mit einer Mischung aus Gelassenheit, Harmonie und Präzision wurden die Zielscheiben exakt getroffen. Dabei ist ein perfekter Bewegungsablauf der acht Schritte von höchster Wichtigkeit. Dieser umfasst den Gang zur Ziellinie, den richtigen Stand, die richtige Positionierung der Finger an Bogen und Pfeil, die Bogenspannung und reicht bis hin zum Schuss und dem anschließenden Verharren. Entscheidend dabei ist auch die Atmung während des Bewegungsablaufs. „Wichtig ist, dass der Atem gleichmäßig fließt und man seinen Rhythmus findet“, sagt Marlene Haubner.

 

 


Jedoch hilft die beste mentale Vorbereitung nichts, wenn die Technik nicht stimmt. Im Gegensatz zu anderen europäischen Bogenschieß-Sportarten hat man beim oftmals aus reinem Bambusholz gefertigten Bogen des Kyudo keine Stabilisatoren oder Hilfsvorrichtungen am Sportgerät, weshalb nur durch perfekte Technik ein optimaler Schuss möglich wird. Entsprechend können Faktoren wie Nervosität oder Unkonzentriertheit ein gutes Ergebnis unmöglich machen. „Es hängt vieles von der Tagesform ab“, weiß Alexander Kreil. Gerade erfahrene Schützen sind seiner Meinung nach im Vorteil.

 

 


Grundsätzlich ist der Altersdurchschnitt bei einem solchen Wettkampf vergleichsweise hoch. Die rund 40 Starter am Samstag sind im Schnitt über 40 Jahre alt. Da ist die Ingolstädterin Nadine Wolfensteiner mit 22 Jahren noch  das Küken der Veranstaltung. Wie ihre Ingolstädter Mannschafts-kollegen hat sie nur ein Ziel für das Event an diesem Wochenende: Spaß am Wettkampf haben und die bestmögliche eigene Leistung zeigen. Und wenn es dann noch ein Platz auf dem Treppchen wie vor zwei Jahren wird, umso besser. Weitere Infos zum Verein und zur Sportart unter: www.donau-dojo.de.

 

Weitere Impressionen vom Training finden Sie hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 25. März 2012 um 11:26 Uhr
 
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