|

Solch einen leblosen Auftritt der Grün-Weißen haben die mitgereisten Fans des VfB Eichstätt schon lange nicht mehr zu sehen bekommen und so war es nicht verwunderlich, dass das Auswärtsspiel in der Landesliga Süd beim SC Fürstenfeldbruck glatt mit 0:3 (0:1) verloren wurde.
Dabei hatte sich die Elf von Trainer Jürgen Steib doch so viel vorgenommen, aber von Beginn an lief nichts zusammen und die Gastgeber hatten keine Mühen die drei Punkte unter Dach und Fach zu bringen. Selbst Trainer Jürgen Steib fand kaum Worte zur Vorstellung seiner Mannschaft: „Wir haben heute vom Torwart angefangen in allen Mannschaftsteilen ein schlechtes Spiel geboten. Kein einziger Spieler fand auch nur annähernd zur Normalform und bei den Gegentoren haben wir durch individuelle Eigenfehler mehr als kräftig mitgeholfen. Das müssen wir wegstecken um am kommenden Samstag im Heimspiel gegen Wolfratshausen wieder punkten zu können.“
Für den leicht Grippe geschwächten Nico Ziegler kehrte Markus Jörg in die Anfangself zurück, aber auch er konnte mit seiner ganzen Erfahrung nicht verhindern, dass sich von Beginn an ein sehr zerfahrenes Spiel entwickelte. Die „Brucker“ zogen sich meist bis zur Mittellinie zurück und zwangen dadurch den VfB mit weiten Bällen zu agieren. Da hatten aber die beiden Angreifer, Michael Rindlbacher und Marco Witasek gegen die robuste Abwehr der Gastgeber einen schweren Stand, und so verpufften die VfB-Angriffe meist schon im Ansatz. Bis zur 28. Minute tat sich vor beiden Toren kaum Nennenswertes, doch nach einem folgenschweren Querpass in den eigenen Strafraum gingen die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Anstatt das Leder mit einem Befreiungsschlag zu klären, versuchte es Kapitän Dominik Schmidramsl spielerisch zu lösen. Seinen Querpass fing allerdings Thomas Krovinovic ab, dessen Zuspiel passte Wilson Onyemaeke flach zur Mitte und der heranstürmende Matthias Lokietz vollendete. So dauerte es bis zur 38. Minute, ehe der VfB zu seiner ersten torgefährlichen Aktion kam. Felix Winkemeyr kam aus 18 Meter halbrechter Position zum Torschuss, doch Torhüter Michael Beck hatte aufgepasst und konnte den Flachschuss noch zur Ecke abwehren. Auch die Brucker Abwehr war verwundbar, , was aber Rindlbacher nach Flanke von Dominik Schmidramsl nicht zu nutzen wusste, da er seine Direktabnahme viel zu hoch angesetzt hatte. Die Akzente setzen aber weiterhin die Gastgeber und ein aufsetzender Distanzschuss des aufgerückten Johann Dietrich stellte VfB-Keeper Schöls vor Probleme. Glück hatte der VfB unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff, als Krovinovic ein Kopfballduell gewann und Lokietz freistehend das Leder über Schöls aber auch über das Tor hob.
Steib forderte für die zweite Halbzeit ein klares Passspiel und mehr Mut zur Offensive. Felix Winkelmeyr agierte fortan offensiver und der eingewechselte Waldemar Stengler sollte das Spiel über die rechte Seite ordnen. Der VfB war nun zwar mutiger, doch die Fehler in der Hintermannschaft häuften sich und Fürstenfeldbruck konterte erfolgreich. Hatte Krovinovic zunächst noch Pech, als er das Leder am langen Eck vorbeisetzte, gelang ihm in der 52. Minute das 2:0. Nach einem Steilpass verschätzte sich Torhüter Schöls beim Herauslaufen, Armin Lange spitzelte das Leder an Schöls vorbei und seinen Querpass versenkte Krovinovic ins leere VfB-Tor. Der VfB war nun zwar bemüht, aber Zwingendes bot sich nicht. Vielleicht hätte sich das Spiel doch noch drehen können, als ein Foulspiel im Strafraum von Torhüter Beck am durchgebrochenen Winkelmeyr nicht geahndet wurde und es Elfmeter für den VfB hätte geben müssen. Nach einer Konzessionsentscheidung gab es 17 Meter vor dem Tor der Gastgeber Freistoß für den VfB, doch den leicht abgefälschten Flachschuss des eingewechselten Marco Newald parierte Beck hervorragend (74.). In der 79. Minute war das Spiel mit dem 3:0 endgültig gelaufen. Christian Lippert schlenzte einen Freistoß vom linken Strafraumeck über die Mauer hoch in den Winkel.
VfB Eichstätt: Christoph Schöls, Viktor Stoll, Markus Jörg (58. Marco Newald), Dominik Schmidramsl, Benjamin Schmidramsl, Max Zischler, Marco Witasek, Andreas Schuster, Frank Lustig (46. Waldemar Stengler), Michael Rindlbacher (73. Felix Neumeyer), Felix Winkelmeyr
SC Fürstenfeldbruck: Michael Beck, Dardan Gashi, Florian Baier, Thomas Krovinovic (81. Alexander Greif), Christian Rodenwald, Wilson Onyemaeke (71. Alexander Hollering), Armin Lange, Johann Dietrich, Sebastian Schmeiser, Matthias Lokietz, Christian Lippert
Bericht: VfB Eichstätt
|