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Der 41-jährige Verteidiger Thomas Richter, Ex-Profi unter anderem beim 1. FC Nürnberg und dem TSV 1860 München, wechselt zum Kreisligisten VfB Friedrichshofen. Wir sprachen mit dem Neuzugang.
Viele Fußballfans der Region waren überrascht über Ihren Wechsel zum VfB Friedrichshofen. Wie kam es zu dem Transfer? Richter: Ich bin sehr gern in der Stadt und fühle mich in Ingolstadt wohl (lebt seit 2006 in der Donaustadt; Anm. d. Red.). Der Kontakt kam über Torsten Holm zustande, den ich gut kenne und mit dem ich bei der Ü40 des FC Ingolstadt zusammenspiele. Wir haben miteinander gesprochen und ich habe gleich zugesagt. Ich habe mich für Friedrichshofen entschieden, da es eine sehr reizvolle Aufgabe ist.
Wie lange läuft Ihr Vertrag und ist eine Verlängerung abhängig von dem Aufstieg? Richter: Der Vertrag läuft bis zum Saisonende. Wie es dann weitergeht, müssen wir dann sehen! Ob ich als Spieler oder Spielertrainer weitermache, muss man schauen. Es kann sein, dass ich vielleicht noch ein Jahr dran hänge.
Das Training des VfB Friedrichshofen startet ja erst in zweieinhalb Wochen. Kennen Sie neben Holm schon die jetzigen Mannschaftskameraden? Richter: Den größten Teil kenne ich schon. Vor allem George Mbwando und Manni Kroll kenne ich sehr gut. Mit ihm (Kroll) habe ich schon bei Greuther Fürth zusammengespielt. Sinan Albayrak war Mannschaftskollege beim Türkisch SV.
Ihr Wechsel nach Friedrichshofen wurde kontrovers diskutiert. Viele sind skeptisch, ob Sie gegen halb so alte Spieler noch antreten können. Können Sie alle etwas beruhigen? Sind Sie fit? Richter: Auf alle Fälle. Ich bin zwar schon 41 Jahre, aber ich hatte in meiner Karriere das Glück, dass ich keine schweren Verletzungen hatte. Die letzte, die ich in Langenmoosen (letzte Spielerstation) hatte, war ein Kreuzbandanriss, der aber gut verheilt ist. Ich achte sehr auf meinen Körper und bin oft im Fitnessstudio. Die vier bis fünf Wochen Vorbereitung werden reichen, damit ich wieder auf dem Level bin, auf dem ich früher war. In meinem Alter versucht man viel mit dem Auge zu spielen und spart sich so die Laufwege.
Mit Torsten Holm, George Mbwando, Nedim Srebric und Ihnen verfügt die Mannschaft über viel Erfahrung. Jedoch sind das alles Spieler, die eine Führungsrolle einnehmen wollen. Droht beim VfB ein Konkurrenzkampf? Richter: Ich bin Spieler. Mit Sicherheit werde ich mich unterordnen. Der Trainer und der Co-Trainer haben das Sagen. Auf dem Platz reden die erfahrenen Spieler. Da werde ich auch was sagen, wenn es nötig ist. Ich sehe es positiv, dass wir vier Spielertrainer auf dem Platz haben, die wissen, wie ein Trainer denkt. Viele Spieler können sich nicht in einen Trainer hineinversetzen. Wir müssen schauen, dass wir die jungen Spieler führen und zum Erfolg kommen.
Kommen wir auf die Aufgabe in Friedrichshofen zu sprechen. Wie werden Sie ins taktische System des VfB eingebunden? Richter: Ich gehe davon aus, dass ich entweder zentral in einer Dreierkette oder als Außen in einer Viererkette spiele. Auf jeden Fall im hinteren Bereich. Gerade in der Hinrunde hatten wir das Problem, dass im Spielaufbau zu viele Bälle verschenkt worden sind und keine Ordnung da war. Mit der Achse Richter, Kroll, Holm und Mbwando können wir eine gute Rückrunde hinlegen.
Stichwort gute Rückrunde – heißt das Ziel Aufstieg? Richter: Da brauchen wir nicht groß drum herum reden. Friedrichshofen versucht seit drei Jahren aufzusteigen. Dieses Jahr kann nur einer aufsteigen. Wir sind zwei Punkte von Kraiberg weg. Entscheidend wird sein, wie beide Teams aus der Winterpause rauskommen. Das wird sich in den ersten Spielen entscheiden. Im April gibt es dann noch das Highlight gegen Kraiberg (28. April). Wenn es gut läuft, haben wir vor dem Spiel schon ein gutes Polster. Ich hoffe, dass wir am Ende vorne stehen!“ (ca)
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