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Der VfB Friedrichshofen hat seine Führung in der Kreisliga ausgebaut. Nach der Übernahme der Spitze in der letzten Woche folgte nun ein ungefährdeter, aber glanzloser 3:0 (1:0)-Heimsieg über den TSV Pförring (13.).
Cosentino tritt ab
Die Vorzeichen vor der Partie ließen für die Gäste vom TSV Pförring nichts gutes erahnen. In neun Spielen holte man erst einen Punkt und stellt zudem die zweitschlechteste Abwehr der Liga. Da kam ein Einsatz beim Tabellenführer und der besten Offensive der Kreisliga denkbar ungünstig. Zudem hatte Spielertrainer Francesco Cosentino aufgrund einer Knie-OP, wodurch er ein halbes Jahr ausfallen wird, seinen Rücktritt bekannt begeben. Im Auswärtsspiel in Friedrichshofen saß Interimstrainer Stefan Schmidt auf der Bank. Und sollte die Situation für den derzeit Vorletzten nicht schon schwer genug sein, machte man sich, in Person Thomas Mödl, das leben selbst noch schwerer. Innerhalb weniger Minuten sah der Mittelfeldspieler erst Gelb wegen Meckerns und kurz darauf wegen einem Handspiel die zweite gelbe Karte hinterher (15.). „Der Arm ist zwar hochgegangen. Man hätte hier aber auch etwas mehr Fingerspitzengefühl zeigen können“, ärgerte sich der Interimstrainer über die Leistung des Unparteiischen Sebastian Mair.
Gegen nun zehn Pförringer tat sich der Gastgeber jedoch schwer. Sowohl Pressewart Thomas Maurer und Abteilungsleiter Hans Reuthlinger kamen zu einem klaren Fazit. Man hatte den Gegner einfach unterschätzt. „Nach dem Spiel gegen Kraiberg waren alle auf Wolke sieben. Das war ein Kopfspiel. Wir haben es Pförring zu leicht gemacht, da wir es zu viel über Einzelaktionen probiert haben“, fasste der VfB-Abteilungsleiter das Gesehene zusammen. Einen Eindruck den TSV-Abteilungsleiter und Coach Stefan Schmidt teilte. „Ich habe vor der Partie mitbekommen, wie drei Friedrichshofener Spieler schon vor dem Spiel diskutiert haben, wer wie viele Tore schießt“, so der Trainer. Nach zwei Annäherungsversuchen durch Standards vor den Kasten der Gäste, dauerte es bis zur 23. Minute, bis der Ball doch im Tor lag. Nach einer schönen Kombination über Manfred Kroll und Sinan Albayrak haute Mesin Sebric den Ball unhaltbar zum 1:0 in die Maschen. Auch in der Folge blieb es bei vielen Einzelaktionen, die gegen eine dicht gestaffelte Pförringer Abwehr schnell verpufften. So ging es mit einem knappen 1:0 in die Pause. „Dafür, dass wir ab der 15 Minute nur noch zu zehnt gespielt haben, war es eine stabile Leistung von uns“, so Stefan Schmidt.
Blabl nun Toptorjäger der Liga
In der zweiten Hälfte dominierte der Gastgeber nun und ließ Ball und Gegner laufen. Mit vielen Flankenwechseln und laufintensivem Spiel zog er dem Tabellenvorletzten endgültig den Zahn. Nach 63. Minuten war es Bastian Blabl, nach einem schönen Solo von Sinan Albayrak, der zum 2:0 traf. Neun Minuten später war es dann erneut Blabl. Nach einer Ecke von Manfred Kroll erzielte der Stürmer das 3:0 und somit seinen zwölften Saisontreffer. Hiermit übernimmt er zumindest für 24 Stunden die Führung in der Torjägerliste. Spielertrainer George Mbwando zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: „Wichtig waren heute nur die drei Punkte. Das Torverhältnis zählt bei uns in der Liga ja nicht.“
Nach dem Spiel kündigten die beiden Pförringer Abteilungsleiter Stefan Schmidt und Alfred Staufenbiel an, dass man in den nächsten Wochen intensiv auf Trainersuche gehen wird, die Suche jedoch extrem schwierig werden könnte. Eine langfristige Fortsetzung seiner Trainertätigkeit schloss Stefan Schmidt aus: „Abteilungsleiter und zusätzlich jetzt noch Trainer zu sein, ist mir zu stressig.“ |