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Ganz unglücklich verlor die Zweite des VfB Eichstätts mit 1:3 (1:1) gegen die SpVgg Altenerding. Lange stand es 1:1, bevor die Gäste in der Nachspielzeit noch zwei Tore erzielen konnten.
Anfangs taten sich beide Mannschaften schwer und kamen nur schwer zu Torchancen. Das Spiel lebte von intensiven Zweikämpfen im Mittelfeld, da kaum schnell kombiniert, sondern zumeist nochmal der Querpass gesucht wurde. So folgte die erste Möglichkeit auch durch einen Standard in der 13. Minute von Altenerdings Christoph Schleger, doch dessen Freistoß aus 25 Metern konnte Torwart Max Dörfler sicher über das Tor lenken. Zwei Minuten später kam ebenfalls das Heimteam zu einer ersten Möglichkeit, als Außenverteidiger Alexander Halbig aus dem Rückraum abzog und Adrian Schiebel mit der Hacke verlängerte. Der Schuss landete jedoch ungefährlich in den Händen des Gästekeepers. Auch in der 19. Minute schaffte es die Landesligareserve nicht das Tor von Martin Landa ernsthaft in Gefahr zu bringen, da sowohl Tobias Eisenschenk als auch Spielertrainer Stephan Zengerle an der guten Hereingabe von Nico Ziegler vorbeirutschten. Gute Gelegenheiten waren Mangelware und so entstand der Führungstreffer für die SpVgg Altenerding in der 27. Minute beinahe aus dem Nichts. Christoph Schleger hatte aus der eigenen Hälfte einen wunderbaren Pass in den Lauf von Peter Kugler gespielt, welcher sich gegen Verteidiger Michael Albrecht gekonnt behauptete, bevor er den Ball aus sechs Metern dem etwas zögerlichen Dörfler durch die Beine in den Kasten spielte. Der VfB Eichstätt ließ sich davon aber nicht beeindrucken und schlug postwendend in der 29. Minute zurück. Markus Schmidramsl hatte aus dem Halbfeld in den Strafraum geflankt, wo Zengerle beim Kopfballduell geschoben wurde. Zur Verwunderung der Gäste zeigte der bestens positionierte Schiedsrichter auf den Punkt und diese Möglichkeit ließ sich Schmidramsl nicht entgehen. Zielsicher schoss er halbhoch in die linke Ecke zum 1:1 Ausgleich ein. Anschließend ließ Altenerding etwas nach, ohne allerdings Eichstätt die großen Räume zu gewähren. Außer Schüssen aus der Distanz von Ziegler und Koob konnten die Hausherren trotz leichter Feldüberlegenheit bis zur Pause keine nennenswerten Aktionen mehr erzielen, sodass es mit einem leistungsgerechten 1:1 in die Kabinen ging.

Nach dem Seitenwechsel versuchte Eichstätt sofort druckvoller zu agieren, wirklichen Erfolg brachte das gegen gut stehende Altenerdinger aber nicht. Beide Teams neutralisierten sich zumeist im Mittelfeld, sodass außer packenden Zweikämpfen keine große Fußballkunst zu sehen war. Die Führung erzielen hätte der VfB dann in der 54. Minute aber müssen. Völlig unnötig foulte Florian Ammon an der Grundlinie den eigentlich von vier Verteidigern bereits gestellten Tobias Eisenschenk, sodass der Unparteiische erneut auf Elfmeter entscheiden musste. Wiederum trat Innenverteidiger Schmidramsl an, doch diesmal versagten ihm die Nerven. Der Ball ging mehrere Meter neben den linken Pfosten, weswegen es ein offenes, von der Spannung lebendes Spiel blieb. In der Folgezeit kam Altenerding stärker auf und versuchte, früher Pressing zu betreiben. Auf beiden Seiten wurden viele Pässe zu überhastet oder ungenau gespielt und so konnte sich letztlich keines der beiden Teams Chancen erarbeiten. Erst in der 72. Minute gab es wieder einen nennenswerten Angriff, Eisenschenks zu unplatzierter Kopfball aus elf Metern stellte Landa aber vor keine Probleme. In der Schlussphase investierte die Heimmannschaft noch einmal einen Tick mehr als ihre Gegner und kam so zu einer Feldüberlegenheit, welche aber keine guten Möglichkeiten mit sich brachte. Als sich bereits die meisten auf ein Unentschieden eingestellt hatten und schon die ersten eher enttäuschten Zuschauer ihre Plätze verließen, passierte überraschend noch das umjubelte 2:1 für Altenerding. Ein Freistoß von der Mittellinie wurde weit in den Strafraum geschlagen und verlängert, bis Sebastian Steinegger plötzlich allein am Fünfer stand und mit dem Fuß ins lange Eck weiterleitete. Als der VfB mit letzter Kraft versuchte nach einer Ecke doch noch den Ausgleich zu erzielen, kam der abgewehrte Ball zum aufgerückten Torwart Dörfler, der jedoch an der Mittellinie den Zweikampf mit Burak Birinci verlor, woraufhin dieser leichtes Spiel hatte und nur noch ins verwaiste Tor zum 3:1 abschließen musste.

Groß war dementsprechend der Jubel der Gäste, die damit ihre Siegesserie auf fünf Erfolge ausbauen konnten und nun sieben Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze haben. Eichstätt dagegen hätte mit einem Dreier auf den zweiten Tabellenrang vorrücken können, steht so aber auf dem achtbaren fünften Platz. In der nächsten Woche gilt es im Derby gegen den TSV Kösching nach dem Unentschieden in der Hinrunde wieder einen Erfolg zu holen, bis dann vor der Winterpause mit Attaching und Hilgertshausen noch zwei weitere lösbare Aufgaben warten.
Fotos: Breitenhuber
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