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Eine aufregende Saison liegt hinter dem FC Hepberg. Ein packendes 5:5 gegen Kraiberg und ein noch immer nicht ganz aufgeklärter Spielabbruch. Im Interview verrät Trainer Fatih Reichenberger seine Sicht der kuriosen ersten Hälfte des Aufsteigers.
In der ersten Saison in der Kreisliga liegt der FC zur Winterpause auf dem 9. Tabellenplatz. Wie zufrieden sind Sie mit dem bisherigen Saisonverlauf. Reichenberger: Wir haben bisher 21 Punkte geholt und damit bin ich zufrieden. Die Kreisliga ist in dieser Saison eine starke Liga. Wir dürfen nicht vergessen, dass mit Paul Witek unser Torjäger die meiste Zeit ausgefallen ist. Ferner fehlte uns der Leistungsträger Akif Yildirim die meiste Zeit verletzungsbedingt. Als auch noch die Calik-Brüder wegen eines Heimaturlaubs ausfielen, waren wir nicht in der Lage dies zu kompensieren und haben in dieser Phase nur wenige Punkte geholt.. Aber die Mannschaft hat dennoch Charakter bewiesen und war auch in der Lage Rückstände aufzuholen, wie es uns in den Spielen gegen SV Türkisch Ingolstadt und beim FC Schweitenkirchen gelungen ist.
Gab es eine Begegnung die Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist? Reichenberger: Die Highlights waren die Begegnungen gegen die beiden großen Meisterschaftsfavoriten VfB Friedrichshofen und ST Kraiberg. Gegen Friedrichshofen mussten wir leider einen Spielabbruch hinnehmen, der ausschließlich auf das Fehlverhalten des Schiedsrichters zurückzuführen ist. Wir lagen 2:1 in Front und hatten einen sehr guten Tag erwischt. Auch die Wiederholungsbegegnung vor über 500 Zuschauern war ein Höhepunkt und wir mussten in den Schlussminuten nach unserem 2:0 Vorsprung leider noch den Ausgleich hinnehmen. Ein weiterer Höhepunkt war das Spiel in Kraiberg, bei dem wir fünf Mal in Führung lagen und uns am Ende mit 5:5 trennten.
Gibt es ein Spiel von dem Sie sagen, da war ich mit der Leistung nicht zufrieden? Reichenberger: Überhaupt nicht zufrieden war ich mit dem Spiel gegen TSV Großmehring. Bis zur 60. Minute war es ein Hin- und Hergeplänkel und dann sind wir auseinandergebrochen und haben 5:0 verloren.
Wie sehen Sie die verschiedenen Mannschaftsteile? Der FC Hepberg hat mit die meisten Tore geschossen aber auch mit die meisten Gegentreffer erhalten. Reichenberger: Wir haben das Umschalten von Abwehr auf Angriff noch nicht richtig beherrscht. Insbesondere bei Ballverlusten waren wir häufig unorganisiert, weshalb die Gegner oft ein leichtes Spiel hatten. Wir müssen an uns arbeiten, dass wir künftig schneller unsere Grundordnung finden. Es wird eine meiner Aufgaben in der Rückrunde sein, die Organisation im Defensivspiel zu verbessern.
Gibt es Spieler die Sie positiv oder negativ überrascht haben? Reichenberger: Große Überraschungen gab es nicht. Alle Spieler haben einen Schritt nach vorne getan. Als Führungsspieler in der Offensive hat sich Sanser Calik herauskristallisiert. Man muss ihm gewisse Freiheiten einräumen damit er sein Potential abrufen kann. Deshalb ist er von Defensivaufgaben etwas entbunden. Eine große Verstärkung war für uns, als Matthias Kühner nach langer Verletzung wieder mitwirkte und der Viererkette einen großen Halt gab.
Wie bewerten Sie die Aussichten für die Rückrunde? Glauben Sie, dass der FC von den Abstiegssorgen befreit bleibt? Reichenberger: Unser Ziel war 40 Punkte. 21 haben wir bereits erreicht. Unser Bestreben wird es sein so schnell wie möglich unsere Zielvorgabe zu erreichen und dann haben wir mit dem Abstieg nichts zu tun. Hierbei hoffe ich, dass Torjäger Paul Witek wieder fit sein wird und auch Akif Yildirim und Matthias Kühner einsatzbereit sind. Dadurch werden wir noch stärker sein. Ich bin davon überzeugt, dass wir die zum Klassenerhalt notwendigen Punkte noch holen werden. Man darf nicht übersehen, dass wir insgesamt ein sehr junges Team haben das jedoch voller Euphorie ist.
Wen erwartesn Sie am Ende der Saison an der Tabellenspitze? Reichenberger: Die beiden Topfavoriten Friedrichshofen und Kraiberg werden es bis zum Schluss unter sich ausmachen. Wir haben beiden schon Punkte abgenommen. Es ist sicherlich ein Novum, dass in Friedrichshofen drei ehemalige Profis und Spielertrainer weiterhin in der Mannschaft mitwirken. Daraus erkennt man, dass Friedrichshofen unbedingt den Sprung in die Bezirksliga schaffen will. Ich erwarte, dass es bis zum Saisonende spannend bleiben wird.
Und wie sieht es am Tabellenende aus? Reichenberger: Rohrbach II und Pförring sind schon abgeschlagen und werden wohl wieder zurück in die Kreisklasse müssen. Nachdem Mailing zuletzt gegen Scheyern gewonnen hat, kann man ihnen wieder einiges zutrauen. Dennoch werden sie mit Schweitenkirchen um den Relegationsplatz kämpfen müssen.
Quelle: FC Hepberg / Bild: Schuhmann |