|

In einem unfassbaren Spiel mit zehn Toren und einen irren Spielverlauf trennen sich der ST Kraiberg und der FC Hepberg 5:5.
Bereits nach fünf Minuten begann das muntere Scheibenschießen. Yusuf Kuzucu zog aus 25 Metern ab und sein Schuss wurde unhaltbar zum 0:1 abgefälscht. Kraibergs Antwort auf den frühen Rückstand ließ bis zur 22. Minute auf sich warten, als Mesut Tüter nach einer schönen Kombination mit Spielertrainer Denis Dinulovic den Ausgleich erzielen konnte. Doch nur drei Minuten später lag der Gast wieder in Front. Eine Flanke von Fatih Taspinar schob Soner Calik am langen Pfosten über die Linie. Wiederum nur fünf Minuten danach erhöhten die Gäste auf 1:3. Nach einem einfachen Ballverlust von Mario Charadia in der Vorwärtsbewegung ging Emre Güngör allein auf das Tor zielen und ließ dem Keeper keine Chance. Charadia machte drei Minuten später seinen Fehler wett und spielte einen tollen Pass auf Gökan Tural, der den Ball über den Torwart Yasin Sinoglu chippte und zum 2:3 Anschluss traf. Aber praktisch im Gegenzug konnten die Gäste wieder erhöhen. Sanser Calik war nach einem Eckball per Kopf zur Stelle. Spielertrainer Denis Dinulovic hatte bei dieser Szene ein Foul an einem der Verteidiger gesehen, der auf den Keeper geschoben wurde, doch die Pfeife des alles in allem überforderten Schiedsrichters blieb stumm. Ebenfalls verweigerte der Referee den Pfiff, als Sinoglu einen Kraiberger Stürmer von den Beinen holte. Vor der Pause gelang den Hausherren noch der 3:4-Anschlusstreffer. Vier Minuten vor dem Halbzeitpfiff nahm Denis Dinulovic Emre Güngör den Ball ab und brachte sein Team wieder heran.


Auch nach der Pause ging es fulminant weiter: Zehn Minuten waren gespielt als Charadia einen Freistoß in den Strafraum bringt, Keeper Sinoglu unterlief den Ball und Tural konnte den Patzer nutzen. Danach kamen die Gastgeber auf, doch blieb es ein hektisches Spiel. Mit zwei Glanzparaden rettete Sinoglu dann sein Team vor dem erstmaligem Rückstand . Erst parierte er gegen Tural, danach noch gegen Alexander Wunder. Kraiberg vergab die Chancen vorne und leistete sich in der Defensive unbekannte Schwächen. Einen viel zu kurzen Rückpass von Andreas Hüttinger erlief Emre Güngör und konnte erneut treffen. Doch auch diese Führung brachten die Gäste nicht über die Zeit. Dennis Kitschaty schlug eine Flanke und Tural machte per Kopf seinen Dreierpack perfekt. Nach dem 5:5 gab es kaum mehr weitere Chancen. Zwei Minuten vor Schluss sah Ibrahim Demir nach einem taktischen Foul die gelb-rote Karte. Die Gäste mussten die letzten Minuten also in Unterzahl agieren. Während der fünfminütigen Nachspielzeit drückte Kraiberg auf den Siegtreffer, doch Hepberg verteidigte mit Mann und Maus den Punkt und konnte letztendlich jubeln. Kraiberg verlor damit nach einer Woche an der Spitze die Führungsposition wieder an den VfB Friedrichshofen.


Hepbergs Trainer Fathi Reichenberger zeigte sich zufrieden: „Letztendlich ist es ärgerlich, weil wir jedes Mal geführt haben. Aber hätte mir vorher einer gesagt, dass wir beim Tabellenführer einen Punkt holen, hätte ich das unterschrieben. So ist es im Nachhinein etwas bitter, aber unterm Strich in Ordnung. Ich muss meiner Mannschaft ein Riesenlob aussprechen. Sie haben toll gekämpft - das war ein Wahnsinnsspiel!“
Ebenfalls zufrieden zeigte sich schlussendlich auch Kraibergs Spielertrainer Denis Dinulovic: „Wir lagen fünmal hinten, da muss man zufrieden sein mit einem Punkt. Das war ein verrücktes Spiel. Hebperg war der erwartet schwere Gegner, doch wir haben es uns noch schwerer gemacht. Durch unsere kapitalen, individuellen Fehler lagen wir immer in Rückstand, danach wird es schwer zurückzukommen. Deswegen bin ich am Ende zufrieden mit dem einen Punkt.“

Bilder: kbumm |