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Drei Punkt trennen den FC Gelbelsee in der Kreisklasse I vom Abstiegsrelegationsplatz. Für Trainer Otmar Nuber ist die Vorgabe vor dem Punktspielauftakt am 27. März gegen die DJK Ingolstadt damit schnell formuliert: „Unser Ziel muss der Klassenerhalt sein!"
Darüberhinaus will man sich "auf einen Mittelfeldplatz im hinteren Bereich vorarbeiten, ohne mit der Relegation etwas zu tun zu haben.“ Denn rein qualitativ gibt der Kader des FC Gelbelsee laut Nuber mehr her, als es die momentane Tabellensituation scheinen lässt: „Vor der Saison haben uns einige Spieler verlassen, das muss man erst einmal auffangen.“
Man habe zwar vor der Winterpause eigentlich immer ganz gut mitgehalten und auch fast kein Spiel richtig hoch verloren (die 0:7 Klatsche gegen Hepberg mal ausgenommen), das große Manko ist jedoch die schlechte Torausbeute (lediglich 26 eigenen Treffern bei 47 Gegentreffern). Möglichkeiten werden durchaus erarbeitet, denn „spielerisch haben wir ja eine gute Mansnchaft, das bestätigen uns auch immer die gegnerischen Trainer, wenn Sie sagen, dass wir unter Wert geschlagen wurden,“ so Nuber. Doch an der Umsetzung haperte es eben. „Hier fehlt uns ein echter Knipser, wie es die Bayaktari-Brüder letzte Saison noch waren,“ weiß Nuber zu berichten.
Umso glücklicher könne man sich aber schätzen André Brandt und Daniel Cippola zu haben, „das sind unsere beiden Offensivspieler, die im Mittelfeld die Fäden ziehen."
In der Abwehr ist der Torwartposten das größte Problem: „Wir brauchen eine Verrückten im Tor. Momentan haben wir zwar zwei Torhüter, aber davon ist einer aus der letztjährigen zweiten Mannschaft, und der kommt aus der zweiten Mannschaft von Oberhaunstadt und hat bis jetzt mit Schulterproblemen zu kämpfen.“ Nuber hofft jedoch, dass Dorschner seine Verletzung mittlerweile auskuriert hat und er in der Vorbereitung mitziehen kann. „Er hätte sicherlich die nötigen Voraussetzungen, mit einem erfahrenen Torwart würde dann vielleicht auch wieder unsere Abwehr stabiler.“
Positiv hervorzuheben ist für Nuber „dass wir eine junge Truppe haben, die lernwillig und auch lernfähig ist.“ Das war für ihn auch mit ausschlaggebend, dem Verein auch für nächste Saison als Trainer zur Verfügung zu stehen. „Gelbelsee ist an mich herangetreten und hat mich gebeten, weiterzumachen. Ich kümmere mich sowohl um die erste als auch um die zweiter Mannschaft, mir macht die Arbeit viel Spaß. Entscheidend ist, dass sich im Training alle weiterentwickeln.“
Verstärkungen waren im Winter kein Thema, man muss mit eigenen Spielern die Klasse halten. Den direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt könne man spielerisch „auf jeden Fall das Wasser reichen.“ Dazu zählen neben den mit lediglich sechs bzw. vier Punkten schon relativ abgeschlagenen Zweiten Mannschaften aus Kösching und Friedrichshofen noch der SV Kasing auf dem Abstiegsrelegationsplatz und, so Nuber, „eventuell noch der FC Hitzhofen.“
Ziel ist jedenfalls nicht nur der Klassenerhalt sondern durchaus „ein Platz im hinteren Mittelfeld.“ Man möchte in Gelbelsee bereits diese Saison die Jugendspieler, sofern sie von der JFG Denkendorf freigestellt werden, in die Mannschaft einbauen, um nächste Saison dann neu angreifen zu können.
Mit einem Durchschnittsalter „zwischen 18 und 23 Jahren“ verfügt Nuber über eine „insgesamt recht junge Truppe,“ die aber „keinesweges über die Stränge schlägt. Die kriegen von mir Vorgaben und setzen das zu 100 Prozent um.“ Jeder habe Spaß im Training, was der Trainer auch darauf zurückführt, dass „wir immer mit dem Ball trainieren. Stupides Rumlaufen ist nicht das meine.“ Grundsätzlich wissen seine Spieler, „dass es bei mir keine Stammplätze gibt, deshalb müssen sich im Training alle kontinuierlich beweisen und zeigen, dass sie gewillt sind, voll mitzuziehen.“
In der Vorbereitung wurde zwei mal die Woche trainiert, dazu werden am Wochenende Testspiele absolviert. Ende Februar ging es zum A-Klassisten TSV Reichertshofen, der von Nubers Schwiegersohn Manfred Mild trainiert wird. Gegen Reichertshofen konnte man bisher immer als Sieger den Platz verlassen, und auch diesmal setzte sich Gelbelsee mit 1:0 durch. Das Tor des Tages erzielte Florian Schneider.
Am vergangenen Samstag hatte man beim Tabellenneunten der Kreisklasse II, dem TV Vohburg, mit 3:4 knapp das Nachsehen. Aber immerhin konnte man drei Tore bejubeln: André Brandt ließ es zweimal im Kasten klingeln und einmal war Sven Grötting erfolgreich. Mit dieser Torquote könnte Nuber beim Auftaktspiel gegen den Tabellenvierten DJK Ingolstadt am 27. März sicherlich leben. „Die DJK ist ebenfalls eine junge Mannschaft und spielerisch sehr stark. Nicht umsonst ist die Mannschaft vorne mit angesiedelt, für die geht es durchaus noch um den Aufstieg. Das Hinspiel haben wir zuhause mit 3:0 verloren. Wir haben es eben mal wieder versäumt, die Tore zu machen.“ (ez) |