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Fußball paradox in Lichtenau. Der FC Geisenfeld lieferte ein Klassespiel, hatte den Tabellenführer über 90 Minuten im Griff und fuhr beim 1:2 doch mit leeren Händen nach Hause., weil zum Fußball eben auch die Chancen und Tore gehören.
Die Elf von Martin Distl, bei der Christian Duna erstmals als Manndecker auflief und seine Sache ebenso wie sein Partner Christian Schmid hervorragend machte, ging von Beginn an sehr aufmerksam in die Zweikämpfe, eroberte viele Bälle schon im Mittelfeld und schaltete immer wieder schnell um. Die erste Chance hatte jedoch der Tabellenführer mit einem mächtigen Freistoß aus 25 Metern an das Lattenkreuz. In der 14. Minute fiel dann aus heiterem Himmel das 1:0, als Geisenfeld den Ball nicht wegbrachte und Lichtenau aus dem Gewühl traf. Die Gäste ließen sich davon jedoch nicht unterkriegen, spielten ein aggressives Pressing und berannten immer wieder das Lichtenauer Tor, alleine am Abschluss fehlte es. Mehrfach ging der Ball aus guter Schussposition neben den Kasten oder genau auf den Torwart und bei zwei Überzahlangriffen wurde die Chance durch einen Distanzschuss vorschnell vergeben und der besser postierte Mitspieler übersehen. In der 41. Minute zog dann Ralf Günnewig, der in der ersten Halbzeit nicht zu halten war, mit hohem Tempo in den Strafraum und wurde klar gelegt. Michal Gadek verwandelte den folgenden Elfmeter souverän zum hochverdienten Ausgleich. Die kalte Dusche folgte jedoch auf dem Fuß, als es nach einem unnötigen Foul von Markus Seeber Elfmeter auf der Gegenseite gab, der unhaltbar zum 2:1 verwandelt wurde.
Nach dem Seitenwechsel hatte Lichtenau fünf starke Minuten und Geisenfeld schwamm gehörig, doch bei der einzigen Chance parierte FC-Torwart Benni Feil. Danach zog sich Lichtenau komplett zurück und wartete auf Konter, die jedoch durch das gute Stellungsspiel der Hintermannschaft nicht kamen. Geisenfeld gewann die Mehrzahl der Zweikämpfe und rannte an, das Offensivspiel war jedoch viel zu hektisch und kopflos, um gute Chancen zu erspielen und durch ungefährliche Distanzschüsse brach man die eigenen Angriffe zu oft vorzeitig ab. In der 80. Minute verwies der sehr gut und disziplinarisch äußerst konsequent pfeifende Schiedsrichter einen Spieler der Gastgeber des Feldes, der bereits verwarnt den Ball nach einem Pfiff wegschob. Doch auch diese Überzahl konnten die Gäste nicht nutzen, statt das Spiel breit zu machen, operierten sie gegen die kopfballstarken Lichtenauer zuviel mit hohen Bällen. Von den Spielanteilen her hätte der FC Geisenfeld dieses Spiel nie verlieren dürfen, aber im Fußball gewinnt nun mal das Team, das mehr Tore schießt. Davon, gegen den Tabellenführer über 90 Minuten das bessere Team gewesen zu sein, kann sich der FCG leider nichts kaufen.
Bericht: FC Geisenfeld
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