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Partie in Arnsberg eskaliert in den Schlussminuten |
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Sonntag, den 16. Oktober 2011 um 18:14 Uhr |
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Der FC Arnsberg (5.) empfing heute vor heimischem Publikum den TV 1861 Ingolstadt. Nach spannenden 90. Spielminuten und einer hektischen Nachspielzeit mit Rudelbildung verliert der FCA mit 0:1.
Gleich zu Beginn hatte der FCA eine Chance durch Roland Frank. Dieser bekam im Sechzehner den Ball halbhoch, nahm ihn gut an und schloss nach einer Drehung volley ab. Der Ball ging knapp drüber. Und auf der Gegenseite hatte Jan-Philip Kleiner die erste Chance für seine Farben (4.). Zwei Minuten später nutzte Kleiner einen weiten Ball über die FCA-Abwehr nicht richtig aus. Markus Muskat kam gut aus seinem Tor heraus und machte den Winkel für den Angreifer sehr eng. Die größte Chance bis dato hatten dann wiederum die Gäste aus Ingolstadt. Nach einem langen Einwurf auf der rechten Seite war Kleiner an der Grundlinie frei und flankte den Ball halbhoch in den Rücken der Abwehr. Hier lauerte Mustafa Kadioglu der mit einer Volleyabnahme aber am FCA-Keeper Muskat scheiterte. Von der Heimmannschaft war bis zu diesem Zeitpunkt nichts zu sehen. In der 14.Spielminute gab es auf der halb linken Seite einen Freistoß für den TV. Artjom Suglobow verfehlte mit seinem Schuss, nach flacher Ausführung des Freistoßes, das Gehäuse nur knapp. Die größte Möglichkeit zur Führung für die Frank-Elf gab es in der 16. Minute als Richard Müller mit einem Freistoß aus 16 Metern in zentraler Position nur um Zentimeter über das Tor zirkelte. Nach einer guten halben Stunde hatten die Gäste die hundertprozentige Chance zur Führung. Nach einer guten Kombination zwischen Patrick Ilg und Kleiner, steht dieser nach der Flanke frei vor dem Tor und feuert das Leder aus kurzer Distanz aber über den Querbalken.Auf der Gegenseite trifft Benjamin Schödel nach einem Eckball nur das Außennetz. In der 38. Minute gelang den Gästen dann die verdiente Führung. Marcel Cenzato setzt sich auf der linken Seite durch, zieht nach innen und zieht aus zehn Metern trocken ab. Der FCA Keeper kann den Ball nicht parieren und so schlägt das Leder zum 0:1 ein. Im direkten Gegenzug hätten die Altmühltaler dann fast den Ausgleich erzielt. Richard Müller tanzt in der TV-Abwehr drei Männer aus und zieht aus spitzem Winkel ab. Der Ball verfehlt den Pfosten aber nur ganz knapp.
In der zweiten Halbzeit begannen die Gäste aus Ingolstadt etwas defensiver und so konnte der FCA mehr Druck nach vorne machen, aber keine richtigen Torchancen kreieren. Mitte der zweiten Spielhälfte wurde das Spiel dann zunehmend hektischer, da die Gäste sehr aggressiv in die Zweikämpfe gingen und mit oftmals übertriebener Härte agierten. Der Unparteiische beließ es aber bis dahin nur bei mündlichen Verwarnungen. Richtig große Torchancen gab es dadurch auf beiden Seiten nicht mehr, da der Spielfluss sehr oft unterbrochen wurde. Erst fünf Minuten vor dem Schluss kam der eingewechselte Stefan Biber nach einer Freistoßflanke von Frank Stefan mit dem Hinterkopf an den Ball, aber Kleiner kann auf der Linie noch klären. Der FC Arnsberg drängte die ganze zweite Halbzeit auf den Ausgleich und die Gäste beließen es bei knallharter Verteidigung. So kam es oftmals zu groben Tacklings. Genau eines dieser Fouls war auch in der dreiminütigen Nachspielzeit der Auslöser für eine große Rudelbildung aller Spieler. Das Spiel eskalierte, da der Spielertrainer von Arnsberg umgeschubst wurde und daraufhin Stefan Frank seinem Bruder zu Hilfe kam. Sofort kamen alle Spieler angelaufen und es wurde hektisch. Platzordner und sogar Vorstand Manfred Finster mussten mit auf den Platz, damit es nicht zu einer Schlägerei kam. Der Unparteiische Konrad Birk (DJK Schwabach) schaute sich das Ganze aus guter Entfernung an und zeigte kurz um zwei Spieler eine Rote Karte und einmal gelbrot. Vom TV 1861 Ingolstadt wurde der eingewechselte Markus Marksteiner vom Platz gestellt, der aber einer der Schlichter dieser Rudelbildung war und nicht direkt beteiligt war. So auch Frank Stefan, der fälschlicherweise vom Schiedsrichter mit Rot zum Duschen geschickt wurde. Auch Spielertrainer Roland Frank musste mit Gelbrot das Spielfeld verlassen. Nachdem sich alle wieder einigermaßen beruhigt hatten, ging die Partie noch eine halbe Minute weiter, bis der Unparteiische das hektische Spiel abpfiff.
Das Spiel wäre entschieden gewesen, aber durch das fehlende Durchgreifen des Unparteiischen heute, wurde es nochmal richtig hektisch in den letzten Minuten. Der Schiedsrichter zeigte sogar zwei nicht direkt beteiligten Spielern die Rote Karte, nachdem er sich die Rudelbildung erst mal angeschaut hatte. Für diese Leistung habe ich leider kein Verständnis, da dies nichts mehr mit Fußball zu tun hatte“, so Manfred Finster, Vorstand des FC Arnsberg, nach dem Spiel.
Schiedsrichter Obmann Rudi Fischl konnte die fehlende Konsequenz seine Kollegen auch nicht ganz nachvollziehen: „Er hätte zwei Spieler des TV heute schon sehr früh zum Duschen schicken müssen und einfach stärker durchgreifen müssen. Er hat die Partie leider zu hektisch werden lassen, sodass sie am Ende eskalierte.“
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Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 16. Oktober 2011 um 18:53 Uhr |